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Club Award zeichnet zum vierten Mal die besten Musikclubs Hamburgs aus

22.01.2014 19:05

 

Jury setzt kulturpolitisches Signal und unterstreicht die Bedeutung kleinerer Musikspielstätten.

 

 Es war der Abend der Musikspielstätten mit kleineren Besucherkapazitäten, die beim 4. Hamburger Club Award herausragten und die neunköpfige Jury in diesem Jahr überzeugten. Live Club des Jahres ist die in ihrer Existenz bedrohte – Hasenschaukel in der Silbersackstraße. Mit der Auszeichnung würdigt die Jury die besonderen Leistungen von Anja Büchel und Tanju Börü für das Kiez-Kleinod auf St. Pauli. Dem Clubbetreiber-Duo gelingt es auf beeindruckende Weise mit ihrem Mini-Club eine überregionale Bedeutung für Hamburgs Musikszene zu erzielen, die auch internationale Agenturen zum Künstleraufbau schätzen.

Die Auszeichnung für den besten Newcomerförderer teilen sich zwei Preisträger: die Pooca Bar auf dem Hamburger Berg und das Stellwerk im Harburger Bahnhof. Bei der Pooca Bar überzeugte das Konzept der dortigen Open Stage die Jury. Das Stellwerk wurde für den Mut belohnt, ein Programm abseits der Szeneviertel zu realisieren, das bei regelmäßigen Freestyle-Sessions Nachwuchsrappern eine Bühne bietet.

Für das beste Artwork & Design wurde das Golem ausgezeichnet, dessen Homepage (www.golem.kr) und Texte durch Witz und Feingefühl herausstechen. Die Ehrung für den Fremdveranstalter des Jahres ging an zwei Kollektive: Das politisch aktive Kulturkollektiv >ill< rüttelt Hamburg mit seinen subversiven Veranstaltungspraktiken und Interventionen konsistent wach. Der zweite Preisträger in dieser Kategorie ist in der Jupi Bar des Gängeviertels aktiv. Hier gründete sich die Tanzreihe Faltenrock, die einen Tanzabend für über 60 Jährige anbietet und damit eine klaffende Angebotslücke für junggebliebene Seniorinnen und Senioren schließt. Vier von sieben Preisvergaben erfolgten nach dem Votum einer Fachjury. Für diese Kategorien stellte die Kulturbehörde, die den Club Award auch in diesem Jahr wieder finanziell unterstützt, Preisgelder in Höhe von 7.000 Euro zur Verfügung.

Insgesamt wurden im Fundbureau am gestrigen Abend sieben Preise an die Live-Musikszene Hamburgs vergeben. Neben der finanziellen Unterstützung und zahlreichen Sachpreisen würdigte dieser Abend primär die enorme Arbeitsleistung der Clubbetreiber und Veranstalter Hamburgs. Zwei Preise verlieh der Vorstand des Clubkombinat Hamburg: Der Ehrenpreis ging an den Jazz-Enthusiasten W.-Dieter Roloff, der seit über 52 Jahren den Cotton Club betreibt. Zum ersten Mal wurde auch der Negativ-Preis “Die zerbrochene Gitarre” vergeben. In Abwesenheit erreichte dieser Preis die Bayerische Hausbau, die dem Molotow gegenwärtig – entgegen mündlichen Zusagen eine schriftliche Zusicherung über ein Rückkehr zu gleichen Konditionen versagt. Der Publikumspreis ergab sich aus einem Online Voting, das eine erneute Rekordbeteiligung verzeichnete. Am Ende setzte sich hierbei das Molotow knapp vor dem Freundlich & Kompetent und dem Gängeviertel durch.

Terry Krug, 1. Vorsitzende des Clubkombinat begrüßt die Entscheidung der Jury: Der Club Award setzt auch in diesem Jahr mit seinen Preisträgern ein eindeutiges Zeichen und beteiligt sich damit erneut an der politischen Debatte gegen Verdrängung von kulturellen Räumen. Das Clubkombinat wird, wie auch in der Vergangenheit, gemeinsam mit den Interessensvertretern der Hansestadt neue, erweiterte und zukunftsweisende Spielstättenförderung auf den Weg zu bringen, die der kulturellen Arbeitsleistung gerecht wird, die die Hamburger Clubbesitzer tagtäglich für unsere Stadt leisten; und die den Fortbestand der Spielstätten nachhaltig sichern.“

Den Abend moderierte zum dritten Mal Daniel Sommer aka Cosmic DJ (Ex-Fischmob, International Pony). Das musikalische Programm gestalteten Princessin Hans, Sophia Kennedy & Carsten >Erobique< Meyer sowie Tom Klose & Band. Außerdem umrahmte den Abend sowohl thematisch als auch visuell die Ausstellung >barkeepers<. Die Hamburger Künstlerinnen Dani Freitag und Alexandra Grieß präsentierten detailgetreue Miniaturmodelle von bedrohten oder bereits vergangenen Clubs im Schuhkartonformat.

Die Fachjury bildete in diesem Jahr Gunnar Astrup (917xfm), Kai Fischer (liebe*detail), Helmut Heuer (Lounge Records), Tom Klose (Musiker), Julia Labonte (Warner Music Germany), Ole Masch (Szene Hamburg), Jane Masumy (Hamburger Morgenpost), Birgit Reuther (Hamburger Abendblatt) sowie der Journalist Christoph Twickel.

Pressemitteilung zum 4. Hamburger Club Award

09.01.2014 14:54

Clubkombinat verleiht und feiert den Club Award

Zum vierten Mal in Folge ehrt Hamburg die besten Clubs der Stadt.

Dieses Jahr findet die Preisverleihung am 23. Januar im Fundbureau statt.


Endlich ist es wieder soweit! Seit vier Jahren schon ehrt Hamburg seine engagierte und bunte Live-Musikkultur und schenkt ihr damit öffentliche Anerkennung. Am Abend des 23.01.2014 gilt es wieder gemeinsam ein Zeichen für die Leistungen der Menschen zu setzen, die die Clubs Tag für Tag und Nacht für Nacht zu dem machen, was sie sind: ein einmaliges und schützenswertes Kulturgut, welches Hamburg bereichert und einzigartig sein lässt.


Das Clubkombinat verleiht Preise in insgesamt sieben Kategorien, vier Preisträger davon hat eine Fachjury ausgewählt. Sie prämiert den Club mit der intensivsten Förderung von Nachwuchsbands, dem besten Artwork & Design, dem innovativsten Konzertprogramm sowie einen herausragenden Veranstalter. Zwei Preise vergibt der Vorstand des Clubkombinats und würdigt damit einerseits eine Person, die in besonderer Weise die Hamburger Clubkultur unterstützt oder zur Weiterentwicklung beiträgt. Andererseits geht die „zerbrochene Gitarre“ an eine Person oder Institution, die die Live-Musikszene in negativer Weise beeinflusst hat.


Das Publikum selbst bestimmt den besten Tanzclub des Jahres. Noch bis einschließlich Montag, den 21. Januar 2014 kann dafür unter www.clubkombinat.de gevotet werden.

Verliehen wird der Club Award am 23. Januar 2014 im Rahmen einer Gala im Fundbureau. Neben Princessin Hans und Tom Klose & Band treten auch Sophia Kennedy & Carsten "Erobique" Meyer auf. Cosmic DJ (Internatinal Pony/Fischmob) führt durch den Abend. Zudem wird mit der Ausstellung des Social Art Projekts „barKeepers‟ der Aspekt der Clubförderung und Bewahrung dieser Kulturorte gesondert hervorgehoben. Die Hamburger Künstlerinnen Dani Freitag und Alexandra Grieß präsentieren detailgetreue Miniaturmodelle von bedrohten oder bereits vergangenen Clubs im Schuhkartonformat.


Unterstützt wird der Club Award aus Mitteln der Hamburger Kulturbehörde.

INFOS ZUR VERANSTALTUNG

Club Award Hamburg

Donnerstag den 23.01.2014

Fundbureau, Stresemannstr. 114

Einlass: ab 19:30 Uhr

Limitierte Tickets für die Veranstaltung gibt es für 6 Euro an der Abendkasse

HYPERLINKS

www.neu.clubkombinat.de/index.php/club-award.html

www.barkeepers.wordpress.com

Pressemitteilung zur Räunung der Esso-Häuser

17.12.2013 15:44

 

MoPo-Artikel suggeriert Mitschuld der Live-Musik an der Esso-Räumung

Fragwürdige Medienberichterstattung zum Madsen Konzert im Molotow.

 

Die zwangsweise Schließung des Molotow ist ein schwerer Schlag für den Musikstandort Hamburg. Die Mitarbeiter arbeiten derzeit unter Hochdruck, sämtliche Konzerte in andere Clubs zu verlegen. Dies ist für das Molotow gleichbedeutend mit dem Totalverlust aller Einnahmen.

Das Molotow und andere vergleichbare Live-Clubs besitzen nicht die Substanz, solche finanziellen Ausfälle auch nur annähernd kompensieren zu können“, sagt Terry Krug, 1. Vorsitzende des Clubkombinats Hamburg e.V..

Leider ist bis heute nicht bekannt, ob es für diese „Betriebsschäden“ irgendeine Entschädigung geben wird. Eine Insolvenz des Molotow wäre eine kulturelle Katastrophe.

 

Dass die Hamburger Morgenpost am heutigen Dienstag darüber hinaus titelt, „Ließen sie die Esso- Häuser beben?“, und damit Spekulationen befördert, dass die Schallemissionen des Konzerts der Band Madsen ursächlich mit der Räumung der „Esso-Häuser“ zusammen hängt, schlägt dieser kulturellen Notlage dem Fass den Boden aus.

Das Clubkombinat, das sich an den Bemühungen für eine Lösung des Molotow engagiert, betont, dass diese Schlagzeilen für die notwendige Suche nach Ausweichflächen zur alternativen Unterbringung des Molotow kontraproduktiv sind. Anstatt z.B. die Not und das Leiden, der betroffenen Bewohner in den Fokus der Esso-Räumung zu rücken, wird nun die Schuldfrage der Live-Musik öffentlich debattiert.

 

Der Vorstand freut und bedankt sich für die Solidarität der Hamburger Clubbetreiber, die sich schon seit Wochen in der Plakat-Kampagne „Molotow muss bleiben“ und auch in der jetzigen akuten Notlage durch temporäre Exil-Angebote äußert.

 

Die Politik muss sich nun - neben dem nötigen Engagement für die betroffenen Bewohner - auf allen Ebenen für das bedrohte Molotow einsetzen und eine Unterstützung beim Auffinden und den Bezug einer geeigneten Ausweichfläche leisten.


Zur Pressemitteilung (vom 17.12.2013) / PDF

Pressemitteilung zum Spielstättenprogrammpreis

27.09.2013 07:55

 

Hamburger Clubs zeigen sich solidarisch

Mit sechs Auszeichnungen räumen Hamburger Clubs bei der Premiere des nationalen Spielstättenprogrammpreises ab und beweisen mit einer Solidaritätsbekundung feines Gespür in der Debatte über Förderstrukturen.

Hier geht's zur Pressemeldung