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Hamburgs Musikclubs schalten um auf grün – mit sauberem Ökostrom von Greenpeace Energy

20.05.2015 14:27

Besiegelten die Zusammenarbeit im Cotton Club: Thore Debor, Dieter W. Roloff und Olaf Altmann (v.l.n.r.)
Besiegelten die Zusammenarbeit im Cotton Club: Thore Debor, Dieter W. Roloff und Olaf Altmann V.l.n.r.

 

Clubkombinat Hamburg e.V. und Greenpeace Energy vereinbaren Zusammenarbeit

Das Clubkombinat, der Verband der Hamburger Musikclubs, sendet ein starkes Signal für die Energiewende in der deutschen Musikszene und vereinbart eine enge Zusammenarbeit mit der in Hamburg ansässigen Energie-Genossenschaft Greenpeace Energy. Mitglieder des Vereins können ab sofort 100 Prozent Ökostrom nach den strengen Greenpeace-Kriterien zu attraktiven Konditionen beziehen.

„Die Energiewende ist in den Clubs angekommen“, sagt der Clubkombinat-Geschäftsführer Thore Debor, „dieses Zeichen wollen wir mit unserer Kooperation an die Clubszene in Hamburg senden – und hoffen auch bei den Clubgängern auf Nachahmer.“
 
Neben der Wechselofferte zu einem Ökostromanbieter hilft Greenpeace Energy Mitgliedern des Clubkombinats auf Wunsch auch, Energie zu sparen, etwa durch eine effizientere Kühltechnik oder Beleuchtung mit neuen, sparsamen LED-Lampen. „Wir als Energiegenossenschaft zielen nicht auf den Verkauf von möglichst viel Strom ab“, sagt Olaf Altmann, Leiter Vertrieb und Marketing bei Greenpeace Energy, „wir arbeiten vor allem für die Energiewende – dafür ist auch Energieeffizienz sehr wichtig, wobei wir den Clubs gerne helfen. Die Einsparpotenziale durch intelligente Technik und nachhaltige Energienutzung sind enorm.“

Als erster Hamburger Club nutzt der Jazzkeller Cotton Club die neuen Konditionen und hat einen Stromvertrag mit Greenpeace Energy unterschrieben. Weitere namhafte Clubs bereiten den Umstieg auf sauberen Ökostrom gerade vor und werden in Kürze folgen.

Von der Zusammenarbeit profitiert die Hamburger Clublandschaft aber auch auf andere Weise: Für jede Kilowattstunde Strom, die ein Vereinsmitglied bezieht, führt die Genossenschaft einen festen Betrag an das Clubkombinat ab – zur Förderung der Hamburger Musikszene durch ein nachhaltiges Engagement ihres
Verbandes.

Die Clubstiftung hat eine neue Internetseite

30.04.2015 10:02

Die Stiftung zur Stärkung privater Musikbühnen Hamburg - kurz Clubstiftung - ist erfreut, sich der Öffentlichkeit digital mit einer frisch überarbeiteten Version ihrer Internetseite zu präsentieren.

 

Ab sofort können unter www.clubstiftung.de alle Aktivitäten der Clubstiftung erfahren und neu erkundet werden. Auf der neuen Seite werden die beiden Haupt-Zielgruppen, welche adressiert werden, auf praktische Art und Weise fündig:

 

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Unter dem Menüpunkt „Für Clubs“ findet sich alles vereint, was Relevanz für die Hamburger Musik-Clubs hat, die nach Kräften unterstützt werden sollen: Hier kann man sich beispielsweise über Rechtsberatungsgutscheine informieren und auch direkt Antragsformulare zu Investitionsförderungen und dem Förderinstrument „Live Concert Account“ herunterladen. Unter dem Menüpunkt „Förderprojekte“ ist anhand einer Grafik ersichtlich, wie genau die Summe in Höhe von bislang 211.372,93 € in die Unterstützung der Hamburger Live-Musik-Kultur investiert wurde. Außerdem wird den Clubs und allen, die sich angesprochen fühlen, offeriert, die Seite zu verlinken.

 

Unter dem Menüpunkt „Fördern“ finden sich Informationen zu den bisherigen SpenderInnen und Förderern. Hier sowie über einen speziellen Button wird potentiellen Spendern eine unkomplizierte Spendenabwicklung angeboten. Und es wird auf die Publikation „Clublexikon“ hingewiesen, welche online erhältlich ist.

 

Nicht zuletzt ist auf der neuen Internetseite alles über das kostengünstige Ticketing-System „FairTix“ zu erfahren. Natürlich ist es über www.clubstiftung.de und www.tixforgigs.de weiterhin möglich, faire Konzerttickets zu erwerben. Bereits 25 Hamburger Institutionen stellen aktuell Konzertkarten über dieses System ein. Mitmachen lohnt sich und tut Gutes, denn pro Ticket fließt jeweils ein sogenannter ClubEuro an die Clubstiftung. Im letzten Jahr war die Stiftung in der Lage, knapp 17.000 € über dieses System zu generieren, Tendenz steigend.

 

Schlussendlich finden sich neben allgemeinen Informationen wie Kontaktmöglichkeiten, Satzung, Aufgaben und Ziele auch alle Pressemeldungen seit Gründung der Clubstiftung zum Nachlesen unter der Rubrik „Presse“.

 

Heiko Langanke, Vorstandsmitglied der Stiftung Stärkung privater Musikbühnen Hamburg, kommentiert: „Mit dem Relaunch der Internetseite der Clubstiftung wird die Erfolgsgeschichte der Stiftung fortgeschrieben. Die neue Seite spiegelt dies gut wieder. Unsere Unterstützung der Hamburger Live-Musik-Clubs ist auf einem guten Weg. Die Arbeit geht weiter und wird noch intensiver. Auch das verdeutlicht sich anhand der neuen Website.

Clubkombinat tritt Widerstand gegen TTIP und CETA bei

12.02.2015 17:33

In einem Vorstandsbeschluss vom 08. Februar 2015 spricht sich das Clubkombinat gegen die aktuell geplanten Freihandelsabkommen TTIP und CETA aus.


Im Interesse seiner Mitglieder schließt sich das Clubkombinat, der Zusammenschluss der Hamburger Musik-Clubs, damit dem Bündnis für die selbstorganisierte Europäische Bürgerinitiative 'Stop TTIP' (EBI) (www.stop-ttip.org) an, die u.a. auch vom AStA der Universität Hamburg und dem Deutschen Kulturrat getragen wird.1 Diese Allianz setzt sich dafür ein, die wertvolle Vielfalt der Kulturlandschaft europaweit zu bewahren.


Auch im Rahmen der unmittelbar bevorstehenden Hamburger Bürgerschaftswahl ruft das Clubkombinat alle Wahlberechtigten dazu auf, die Positionierungen der Parteien zu den Freihandelsabkommen zu verfolgen. Über eine Abstimmung im Bundesrat könnte Hamburg seine Stimme gegen TTIP und CETA einbringen. Eine Übersicht der einzelnen Standpunkte findet sich im 'Parteiencheck' von Campact e.V.: https://www.campact.de/ttip/hamburg/parteiencheck.


Die Abkommen stellen aus Sicht des Clubkombinat-Vorstands potentiell eine große Gefahr für Schutzregelungen und staatliche Förderungen dar, die auch Kulturbetriebe mit Musikbühnen und damit zahlreiche Mitglieder des Clubkombinats unterstützen. Teil der Verhandlungen, die vielfach unter Ausschluss der Öffentlichkeit von der Europäischen Kommission mit den USA (TTIP) und Kanada (CETA) zeitgleich geführt werden, sind unter anderem sogenannte Investor-State Dispute Settlements (ISDS) - private Schiedsgerichte. Großen ausländischen Konzernen wird es so ermöglicht, Länder und Städte über geschäftshemmende Regularien zu immensen Geldstrafen zu verklagen.


Hamburg wurde als erste deutsche Stadt bereits Opfer eines solchen Schiedsgerichts. Die milliardenschwere Klage des schwedischen Konzerns Vattenfall gegen Umweltauflagen für das Kraftwerk Moorburg zwang die Hamburger Umweltbehörde zum Rückzug und zeigt beispielhaft auf, wie große Konzerne diesen Hebel zur Erweiterung ihrer Interessenslagen nutzen können.

 

Das Clubkombinat engagiert sich in den kommenden Wochen als Bündnispartner u.a. bei der Akquise von Unterschriften für die EBI und ruft zur Teilnahme am Europäischen Aktionstag am 21.Mai 2015 auf.

Clubgänger werden mit Wahlaufruf gestempelt

09.02.2015 17:34

 

Gemeinschaftsaktion der Musik-Clubs ruft Clubgänger zur Beteiligung an Bürgerschaftswahl auf


Zur bevorstehenden Bürgerschaftswahl in Hamburg ruft das Clubkombinat – der Zusammenschluss der Hamburger Musik-Clubs – seine Mitglieder dazu auf, sich für eine Aktion zur Erhöhung der Wahlbeteiligung zu engagieren. Gemeinsam mit den politischen Jugendorganisationen in Hamburg - Jusos, JULIs (Junge Liberale), Junge Union und Grüne Jugend - wurde in einem Treffen mit dem Clubkombinat die Idee für eine überparteiliche Aufrufaktion entwickelt. Ziel ist es, durch eine Mobilisierung die Wahlbeteiligung insbesondere bei Jungwählerinnen und Jungwählern positiv zu beeinflussen.


tl_files/graphics/Stempel_Wahlaufruf_klkl.jpgUnter dem Motto „Mach Dein Kreuz!"“ werden den Clubs bei Interesse Türstempel und Plakate zur Verfügung gestellt, die am Wochenende vor der Wahl (Freitag, den 13. und Samstag, den 14.02.15) auf die Abstimmung am Sonntag, den 15. Februar 2015 bei den jeweiligen Veranstaltungen vor Ort hinweisen.


John Schierhorn, 1. Vorsitzender des Clubkombinat Hamburg e.V., begründet die Aktion: „Uns Clubs ist es wichtig, dass vor allem auch junge Menschen zur Wahl gehen und die Themen in dieser Stadt mit bestimmen. Damit Kulturpolitik nicht weiter eine Ü30-Party bleibt und in Zukunft viel frischer Wind durch lauter verstaubte Strukturen weht.“


Erste Zusagen von Musik-Clubs über deren Teilnahme an dieser Gemeinschaftsaktion liegen bereits vor. Mit dabei sind u.a. Astra Stube, Fundbureau, Goldbekhaus, Hasenschaukel, Konzertkasse Schumacher, Knust, Logo, Lola, Marias Ballroom, Molotow, Monkeys Music Club, Moondoo, Rock Café St. Pauli, Stage Club, Uebel & Gefährlich, Waagenbau und die Zinnschmelze.


Zur Hamburger Bürgerschaftswahl hatte das Clubkombinat erstmals Wahlprüfsteine erstellt und im Herbst 2014 alle in der Bürgerschaft vertretenen Parteien und die Piratenpartei um Stellungnahmen zu verschiedenen Themen der Club- und Konzertkultur gebeten. Abgefragt wurden Statements zu, Kulturraumschutzmaßnahmen, Plakatierflächen, Stellplatzabgabe, Subventionen und Gemeinschaftsaktionen von Clubs.


Die Antworten der Parteien wurden vom Vorstand des Clubkombinats auf den Unterstützungsgrad bestehender Forderungen ausgewertet und können in einer Übersichtstabelle eingesehen werden. Damit sollen ausdrücklich keine Wahlempfehlungen ausgesprochen werden, sondern all jenen Wählerinnen und Wählern eine Entscheidungshilfe angeboten werden, für die Club- und Konzertkultur-Themen wahlrelevant sind.

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