News

Clubplan App veröffentlicht

19.09.2016 08:47

Die neue App für alle Musikbegeisterten in Hamburg steht jetzt zum Download bereit

Das Clubkombinat geht den nächsten Schritt in seinem Bestreben, die Hamburger Musikclubs und ihre Programmvielfalt in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Der Musikspielstätten-Verbund wird die unzähligen Veranstaltungen in Hamburgs Musikclubs ab sofort den heimischen und auswärtigen Clubgängern komfortabel und übersichtlich in einer App präsentieren.

 

tl_files/graphics/FB-Post-Rock.jpgDie kostenfreie App “CLUBPLAN – MUSIK IN HAMBURG” ist für iOS und Android verfügbar. Das mobile Terminportal der Clubs ergänzt die monatlichen Druckerzeugnisse des Clubplakats und der Clubplan Broschüre und trägt zu einer verbesserten und nutzerfreundlicheren Präsentation des Programms der Mitglieder des Clubkombinats bei.

 

Thore Debor, Geschäftsführer des Clubkombinats, ist federführend mit dem Projekt beschäftigt und äußert sich begeistert: “Solch ein Terminkalender hat bislang in Hamburg gefehlt. Die Clubplan App ist dicht dran an den Clubs, bietet einen nahezu vollständigen Überblick und liefert eine aktuelle Übersicht über das Musikprogramm für Hamburger und Gäste.“

 

Zum Start werden über 80 verschiedene Hamburger Musikspielstätten aus dem gesamten Stadtgebiet die Smartphone-App mit mehreren tausend Terminen im Jahr befüllen. Neben Konzerten und Partys können auch Lesungen, Quiz, Slams und viele weitere Veranstaltungen aller Genres gefunden werden. Zusätzlich zu den Terminen gibt es aktuelle Informationen (z.B. Verlegungen, Absagen), Bilder und Standorte der Clubs sowie einen Blog u. a. mit Künstler-Interviews und Clubportraits. Die App-Nutzer werden außerdem die Möglichkeit haben, Termine oder Orte als Favoriten zu speichern und sich in einer kuratierten Playlist einen Eindruck von den auftretenden Bands und KünstlerInnen der nächsten Wochen zu verschaffen. Weiterhin können für Konzerte mit entsprechenden Kontingenten direkt in der App faire Konzerttickets über die Ticketplattform FairTix (www.fair-tix.de) erworben werden.

 

Die neue “CLUBPLAN” App ist DIE App für alle Musikliebhaber in Hamburg. Herausgeber ist das Clubkombinat Hamburg e. V., der Verband der Hamburger Clubbetreiber, Party- und Kulturereignisschaffender. Die dargestellten Termine werden direkt von Mitgliedern des Clubkombinat Hamburg e. V. übermittelt, es findet keine redaktionelle Auswahl von Seiten des Clubkombinat statt.

 

MEHR INFOS ÜBER DIE APP

Download im Apple Store (iOS) & Play Store (Android): Clubplan – Musik in Hamburg

Webseite: app.clubkombinat.de

Hamburg: Sterben die Musikclubs in Hamburg aus? oder Wo die Musik noch spielt

23.06.2016 13:55

Eine Untersuchung des Clubkombinats gibt Antworten.

Nicht erst seit dem Dachbrand im Golden Pudel Club Mitte Februar geistert das Wort “Clubsterben” durch die Medien. Viele befürchten eine Verödung des Nachtlebens. Doch wie entwickelt sich die Clublandschaft wirklich? Das Clubkombinat Hamburg e.V. hat die Entwicklungen in den letzten 24 Monaten genauer unter die Lupe genommen. „Wir haben Schließungen, Neugründungen, Betreiberwechsel und Umzüge dokumentiert und konnten so ein ungefähres Lagebild zeichnen.”, sagt Thore Debor, Geschäftsführer des Clubkombinats. Das Ergebnis: Insgesamt existierten im Jahr 2015 über 101 Musikclubs in Hamburg, die Konzerte veranstalten. Für die 24 betrachteten Monate ist dabei sogar ein leichtes Plus von sieben neuen Musikbühnen zu verzeichnen. So entstanden mit dem Cascadas, dem PAL, dem VOLT, dem Resonanzraum, der Halle 424 und dem Häkken gleich sechs gänzlich neue Musikspielstätten. Im Klubhaus am Spielbudenplatz mit seinen verschiedenen Vermietungen feierte zudem das kukuun sein Comeback.

Die Club Map listet alle Musikclubs im Clubkombinat aufDas Clubkombinat stellt als Fazit seiner Erhebung fest, dass bei der Anzahl der Musikbühnen durch die gemeinsam mit Politik und Behörden entwickelten Maßnahmen (Einführung des Live Concert Account und Club Award in 2009, Errichtung der Clubstiftung in 2010 und Gründung der LiveKomm in 2012) eine stabilisierende Wirkung erzielt werden konnte.

Von einer Entwarnung hinsichtlich der prekären Situation der Kulturbetriebe kann und will das Clubkombinat dennoch nicht sprechen. Trotz aller erfreulichen Entwicklungen und Neugründungen gibt es weiterhin vielerlei externe Bedrohungen. Regelmäßig verursacht ein viermonatiges Sommerloch starke Umsatzeinbußen. Preisanstiege im Wohnungsmarkt wirken sich - insbesondere bei jungen Leuten – auf das Ausgehverhalten aus. Viele können sich Club- und Konzertbesuche bei den Mietkosten in Großstädten kaum leisten. Zudem ist der Betrieb eines Musikclubs sehr personalintensiv. Auch in guten Zeiten können kaum Rücklagen gebildet werden, um wirtschaftliche Durststrecken zu überbrücken. Dies sind nur drei von vielen Faktoren, die die prekäre Situation für den Betrieb von Musikbühnen weiterhin unkalkulierbar und schwer machen.

Aktuell sind einige Clubs in Hamburg konkret bedroht. So ist gegenwärtig etwa die Zukunft der MS Stubnitz unklar. Der Betrieb der drei Clubs an der Sternbrücke (Astra Stube, Fundbureau und Waagenbau), deren Pachtverträge in absehbarer Zeit auslaufen, ist ebenfalls ungeklärt und würde ein großes Loch in die Clubszene reißen. Die Beobachtungen in den ersten Monaten des laufenden Jahres (u. a. Hasenschaukel, Cobra Bar und Golden Pudel Club) zeigen, dass das positive Lagebild schnell kippen kann. „Die Hamburger Clubszene ähnelt der Flora und Fauna. Auch hier existieren zarte und seltene Arten und bilden ein Ökosystem, das es ständig zu pflegen und beharrlich zu beschützen gilt”, mein Thore Debor. An die Stadt appelliert er hinsichtlich mehr Unterstützung: „Hamburg vermarktet sich als Musikstadt und ist in diesem Bereich im nationalen Vergleich auch weit vorne. Den Betreibern an der Basis machen unter anderem Mietpreisentwicklungen, GEMA-Kostensteigerungen und vermehrte Energiekosten das Überleben schwer. Hierbei sollte auch die Stadt unterstützend eingreifen und sie vergleichbar mit anderen musikalischen Leuchttürmen behandeln. Neben einer deutlichen Erhöhung der Infrastrukturförderung von aktuell 0,60 € pro Konzertbesucher für private Musikbühnen bedarf es eines jährlichen Investitionsfonds, der Sonderbedarfe, zum Beispiel bei Energieeinsparungs-, Bau- und Sanierungsmaßnahmen abdeckt.“

Die komplette Betrachtung der Hamburger Clublandschaft finden Sie hier.

 

Übersicht: Veränderungen in der Clublandschaft 2014/2015

Neugründungen

(Bezirk)

Betreiberwechsel mit neuem Konzept

(Bezirk)

Betreiberwechsel

Umzüge

Clubs in Not

(Bezirk)

Cascadas

(Mitte)

Birdland

(Eimsbüttel)

Astra Stube

Freundlich + Kompetent

Hasenschaukel

(Mitte)

Häkken

(Mitte)

Club Riff (ehemals Flavaclub)

(Wandsbek)

Hörsaal

Hörsaal

Kir

(Eimsbüttel)

Halle 424

(Mitte)

EVO (ehemals Funky Pussy Club)

(Mitte)

Klub K

kir

MS Stubnitz

(Mitte)

kukuun

(Mitte)

Menschenzoo

(Mitte)

Marias Ballroom

Molotow

Stellwerk

(Harburg)

Resonanzraum

(Mitte)

Monkeys

Music Club (ehemals kir)

(Altona)

Music Club Live

 

 

PAL

(Mitte)

Turtur (ehemals Tonne)

(Mitte)

Villa Nova

 

 

VOLT

(Mitte)

Unterm Strich (Kellergeschoss Moondoo)

(Mitte)

 

 

 

 

Clubkombinat und STADTKULTUR HAMBURG bündeln Kräfte

09.06.2016 07:18

Die Vorstände von STADTKULTUR HAMBURG e.V. und Clubkombinat Hamburg e.V. haben die gegenseitige Mitgliedschaft der Verbände beschlossen. Erklärtes Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, den Erfahrungs- und Informationsaustausch zwischen den Institutionen zu intensivieren. Die Mitglieder beider Vereine – Musikclubs, soziokulturelle Zentren und Veranstalter – bilden einen festen Bestandteil der Kulturlandschaft Hamburgs und weisen zahlreiche Gemeinsamkeiten auf:


Viele der veranstaltenden Kulturakteure agieren ehrenamtlich oder mit einem geringen Kostendeckungsgrad, arbeiten vielerorts am Rand ihres Leistungsvermögens und sind unterbezahlt. Die Mitglieder beider Verbände verbindet das Angebot von musikalischen und anderen Bühnenveranstaltungen. Viele betreiben damit aktive Künstlerentwicklung und Nachwuchsaufbau. Kleine Musikspielstätten und Bühnen stehen dabei unter zunehmendem finanziellen Druck, denn Veranstaltungen und Festivals unterliegen immer professionelleren Ansprüchen und komplexeren behördlichen Anforderungen. Damit sind die Orte der Entwicklung von Kunst und Kultur sowie von Nachwuchsmusiker*innen und Nachwuchsveranstalter*innen, die von ihren Aktivitäten leben können, in Gefahr.


Manche Einrichtungen und Initiativen drohen wegzubrechen. Nur durch ihre Arbeit und ihr ungebrochenes Engagement wurden und werden eine Vielzahl Musiker*innen und Darsteller*innen hervorgebracht, die auf den kleinen Bühnen beginnen und ihr Publikum im unmittelbaren Umfeld finden. Einige von ihnen sind längst international oder europaweit bekannt, während die bestehenden Freiräume stets mit Bedrohungen von Außen konfrontiert sind und nicht wachsen können.


Diesen Akteuren zu helfen und Unterstützung zu gewähren bzw. bestehende Hilfe auszuweiten, haben sich beide Verbände seit Gründung auf die Fahnen geschrieben und dieses Ziel gilt es, auch innerhalb der Kulturpolitik weiter zu befördern. Die veranstaltenden Kulturakteure sind Teil einer unverzichtbaren kulturellen Infrastruktur, die einen wichtigen kreativen Nährboden unserer Gesellschaft bildet. Hier bündeln sich kreative Potenziale, ohne die die Herausforderungen für die Stadt der Zukunft nicht zu bewerkstelligen sind.


Gemeinsame Kernforderungen von Clubkombinat und Stadtkultur:

  • Im Kulturhaushalt müssen die Träger kultureller Basisarbeit gegenüber den Leuchtturmprojekten finanziell gestärkt werden. Die Rahmenzuweisung für Stadtteilkulturzentren und die Infrastrukturförderung für Musikclubs (Live Concert Account) müssen deshalb strukturell erhöht werden. Es gilt, in der öffentlichen Förderlandschaft weiter dahingehend Sensibilisierung zu betreiben, dass auch private Initiativen einen wichtigen Beitrag zur Kulturlandschaft leisten.
  • Der Mehrbedarf von Stadtteilkultur und Musikclubs darf nicht durch Umschichtung im Kulturhaushalt gedeckt werden. Stattdessen muss der Kulturhaushalt entsprechend erhöht werden.
  • Förderprogrammen, die die kulturelle Grundversorgung von geflüchteten Menschen und deren Integration unterstützen, müssen neu aufgelegt bzw. ausgeweitet werden.

Auf Basis dieser Ziele werden Clubkombinat und Stadtkultur ihre Kräfte zukünftig bündeln und den kulturpolitischen Diskurs in Hamburg weiterhin aktiv mitgestalten.

Die Clubfibel erscheint in neuer Auflage - Leitfaden für Clubbetreiber, Veranstalter und Behörden wurde überarbeitet und erweitert

27.05.2016 10:00

tl_files/graphics/Clubfibel_2016.jpg

Sechs Jahre nach der ersten Auflage ist ab sofort eine neue Ausgabe der Clubfibel erhältlich. Der beliebte Leitfaden liefert für alle am Club- und Veranstaltungswesen Interessierten ein Basiswissen über die Themenvielfalt “Musikbühnen” und stellt Akteure, Herausforderungen sowie Möglichkeiten im Veranstaltungsbetrieb vor. Untermauert werden diese Informationen nicht nur durch die jahrzehntelange Erfahrung der Autoren, sondern auch durch aktuelle Studien, die hinsichtlich der Relevanz für Musikbühnen von Experten analysiert wurden.Die erste Ausgabeder Clubfibel ist im Jahr 2009 erschienen und inzwischen komplett vergriffen. Nicht nur deswegen, sondern insbesondere wegen vieler Veränderungen und Neuerungen im Clubbetrieb in den letzten Jahren, war es dringend an der Zeit für eine aktualisierte Auflage. 

 

Mit diesem Update soll dazu beigetragen werden, die Situation der Musikclubs eingehender zu betrachten und den vielen Akteuren, hierunter auch politische Entscheidungsträger, die Realitäten und Rahmenbedingungen zu vergegenwärtigen.

 

Von ehemals 80 Seiten ist die zweite Auflage der Clubfibel auf 112 Seiten angewachsen. Neue Themen und Aktualisierungen sind insbesondere:

 

-        ClubRäume als kreative FreiRäume (Gastbeitrag von Dr. Alenka Barber-Kersovan)

-        Definition von Musikclubs und Festivals als Live-Spielstätten

-        GEMA – Tarife, Rabatte und Abwicklung

-        Förderinstrumente für private Musikclubs

-        Branchenerhebung 2014 – Konzerte in Hamburger Musikclubs

-        LiveKomm-Analyse der Musikwirtschaftsstudie 2015 – Zentrale Ergebnisse für Musikclubs

 

Ein Überblick über die Inhalte der neuen Clubfibel: Inhaltsverzeichnis


Wie schon bei der Erstauflage wurde auch die Erstellung der neuen Clubfibel dankenswerter Weise von der Hamburger Kulturbehörde gefördert. Die Clubfibel ist gegen eine geringe Schutzgebühr von 5,- € über das Clubkombinat zu beziehen (Kontakt)